Wie setzt sich das Transaktionsvolumen für den Unternehmensverkäufer zusammen?  (Transaktionsgesamtwert)

Die Haupt-Zahlung (major payment) bildet das Entgelt, das der Unternehmenskäufer mit der Gesellschaftsanteils-übertragung (Share Deal) bzw. der Vermögenswerte (Asset Deal) beim Vollzug der Transaktion leisten muss.

 

Abhängig von dem Transaktionsszenarien und Kaufpreisanpassungen wird ein Kaufpreis-Teil erst in der Zukunft geleistet und steht in einem Abhängigkeitsverhältnis von der Erreichung definierter Zielgrößen (z.B. Umsatz- oder Gewinngrößen). In diesem Zusammenhang spricht man von einem Partizipationsmodell. (earn-out-Zahlungen).

 

Hinzukommen alle zukünftigen Geldzuflüsse aus Dienstleistungsverträgen zwischen dem Unternehmensverkäufer und Unternehmenskäufer und dem Verkaufsobjekt zu berücksichtigen sind. Diese können bei der Beurteilung des Gesamtwertes einen wichtigen Stellenwert einnehmen:

 

  • Je höher die Zahlungen aus Dienstleistungsvereinbarungen sind,
    • desto niedriger ist der eigentliche Unternehmenswert, der aus der Unternehmensbewertung resultiert,
      • und desto tiefer entspricht der eigentliche Kaufpreis, der beim Vollzug zu entrichten ist.

 

Unbeschadet bleiben Geldzuflüsse aus TSA (Transition Service Agreements) die im Gengenzug zu remanente Kosten (Kostenremanenz = nicht proportionales Kostenverhalten bei z.B. rückläufigen Beschäftigungsgrad) berücksichtigen vom Gesamtwertes in Abzug zu bringen sind.  Hinzu zählen auch bei der Kostenremanenz um die Posten, in der Vergangenheit dem zu verkaufenden Geschäftsbereich oder Unternehmen zugeordnet waren, aber in Zukunft nicht mehr getragen werden (z.B. Management Fees, zugewiesene Overhead-Kosten usw.).

 

 

Nach oben scrollen